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Atom-Ausstieg: einfach mal abschalten?

Atomkraft Nein Danke-Porsche
"Ja spinnen denn jetzt alle?" - möchte man fragen, wenn man sich die erstaunliche Wendung in der Atompolitik nach der Japanischen Atomkatastrophe anschaut. Die Anti-Atomkraft-Bewegung reibt sich verwundert die Augen und fragt sich, warum es nicht schon nach Tschernobyl 1986 möglich war, die Konsequenz aus aus einer nicht beherrschbaren Technologie zu ziehen? Die Antwort ist einfach: weil damals trotzdem noch Wahlen gewonnen werden konnten!

Doch die Atom-Industrie lässt sich genauso wenig von heute auf morgen herunter fahren wie die japanischen Reaktoren in Fukushima. Und während Branchenverbände wie der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) einen sofortigen Ausstieg für unmöglich halten und vor höheren Strompreisen und einer "Gefährdung des Wohlstands" warnen, steht die Branche der erneuerbaren Energien bereit, für die Atomkraftwerke in Deutschland einzuspringen. Frau Merkel verteidigt ihre Atompolitik, die vom Ausstieg aus dem Atomkonsens der rot-grünen Bundesregierung mit den deutschen Kernkraftwerksbetreibern, die deutschen Kernkraftwerke nach dem Erzeugen bestimmter Strommengen abzuschalten, zum sofortigen Moratorium geführt hat - und sieht ihre letzten Tage gekommen.

Die Atomkraftwerke seien laut Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) bis spätestens 2020 sicher und bezahlbar ersetzbar und ihre Investitionen in neue Fertigungsanlagen sollen von 4 auf 4,5 Milliarden Euro pro Jahr steigen, was auch zu einem weiteren Ausbau der aktuell 370.000 Stellen führen würde.

Doch es ist sicher nicht damit getan, nach dem Gang zum Wahllokal in Sachen Energieverschwendung so weiter zu machen wie bisher oder sich einen Anti-AKW-Aufkleber an den Porsche zu kleben. Jeder Einzelne ist gefordert, durch Schonung der Ressourcen oder Auswahl des Stromlieferanten mit erneuerbaren Energien seinen Beitrag zu leisten.

Der Einfluss der Stromkunden

Stromkunden haben die Macht - nutzen sie aber nicht im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Knapp die Hälfte der deutschen Stromkunden hat noch den teuren Grundlasttarif des örtlichen Versorgers. Viele Stromkunden könnten durch einen Wechsel des Anbieters nicht nur bares Geld sparen, sie vergeben auch die Chance durch die Auswahl des neuen Lieferanten ein Signal in Richtung erneuerbarer Energien zu setzen. Dabei haben gerade diese Kunden nicht nur zum Ende einer festen Vertragslaufzeit oder außerordentlich aufgrund der ausgesprochenen Preisanhebungen eine Kündigungsmöglichkeit - wer noch nie seinen Anbieter gewechselt hat, unterliegt in der Regel nicht längeren Vertragslaufzeiten und kann daher auch während des Jahres zu einem Stromlieferanten seiner Wahl umsteigen.


Dabei  machen es eine Vielzahl von Verbraucher- und Vergleichsportalen dem Kunden mittlerweile einfach, Anbieter und deren Tarife zu vergleichen. Dabei sollte aber nicht nur auf den augenscheinlich günstigsten Preis geachtet werden, neben dem reinen Tarifmodell spielt auch der Blick in die AGB sowie den jeweiligen Energiemix eine wichtige Rolle. Leider scheuen noch viele Verbraucher diesen Aufwand oder sie befürchten sich im Tarifdschungel bei mehr oder weniger seriösen Anbietern mit Vorauszahlungs- und Kautionsmodellen zu verlieren. In diesem Fall empfiehlt sich aber zumindest, beim bisherigen örtlichen Versorger nach einem günstigeren Tarif nachzufragen oder die Hilfe von Verbraucherzentralen in Anspruch zu nehmen.


Wer allerdings untätig bleibt, ermöglicht den Stromkonzernen weiterhin eine Preis- und Umweltpolitik auf dem Rücken der Verbraucher.

Die Nutzung der Windenergie

Seit dem Altertum ist die Nutzung der Windenergie eine  bekannte Möglichkeit, um Energie aus der Umwelt zu schöpfen. Da sie eine indirekte Form der Sonnenenergie ist zählt sie zu den erneuerbaren Energien.

Die Nutzung der Windenergie zur Stromerzeugung war eine logische Folge der Entdeckung der Elektrizität und nach der Erfindung des Generators. Aus den mechanischen Windmühlen zur Umsetzung der kinetischen Energie des Windes in mechanische Energie entwickelten sich moderne Windkraftanlagen, die mithilfe der Strömungsmechanik und speziellen Flügelformen in der Lage sind, hocheffizient zur alternativen Energiegewinnung beizutragen . Seit den Ölkrisen in den 1970er Jahren wird weltweit verstärkt nach Alternativen zur Energieerzeugung geforscht - damit wurde auch die Entwicklung moderner Windkraftanlagen vorangetrieben.

Die Unstetigkeit des Windes hat jedoch zur Folge, dass die mit Windenergieanlagen gewonnene elektrische Energie nur im Verbund mit anderen Energiequellen oder in sehr kleinen Stromnetzen mit Speichern für eine kontinuierliche Energiebereitstellung genutzt werden kann. Die schwankende Stromerzeugung wird durch Einspeisungs-Prognosen und dem Austausch innerhalb der deutschen Übertragungsnetze (=Regelzonen) ausgeglichen. Die Vernetzung der Regelzonen und die Gesamtreserve dauerhaft verfügbarer Energiequellen bestimmen daher zukünftig den Gesamtanteil der Windenergie an der Stromerzeugung. Für Deutschland prognostiziert man laut einer Studie der DENA derzeit einen maximalen Anteil von 20 bis 25 % bei moderatem Ausbau der Netzinfrastruktur.

"Windenergieanlagen können in allen Klimazonen, auf See und in allen Landformen (Küste, Binnenland, Gebirge) zur Stromerzeugung eingesetzt werden. Eine aktuelle Studie der renommierten Harvard-Universität kommt zu dem Schluss, dass die global erzielbare Windenergie bei weitem ausreicht, um den gesamten Weltenergiebedarf zu decken. So kann nach sehr konservativen Berechnungen bis zum 40-fachen des weltweiten gegenwärtigen Bedarfs an elektrischer Energie und bis zum 5-fachen des globalen Gesamtenergiebedarfs durch Windenergie gedeckt werden."
(aus: Seite „Windenergie“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 9. Dezember 2010, 12:27 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Windenergie&oldid=82451794 (Abgerufen: 27. Dezember 2010, 22:44 UTC))


Das Bundesland Schleswig-Holstein plant ab 2020 den gesamten Stromverbrauch seiner Einwohner durch Windenergie zu decken. Die Energieerzeugung aus Windenergie ist jedoch ein stark umstrittenes und häufig auch ideologisch diskutiertes Thema.
Während Umweltschützer argumentieren, dass die Windenergie, wenn alle externen Kosten der Energieerzeugung (auch die Umweltschäden beispielsweise durch Schadstoffausstoß) einbezogen werden, neben der Wasserkraft eine der billigsten Energiequellen sei, befürchten vor allem betroffene Anlieger und  Anwohner von geplanten oder bereits betriebenen Anlagen Schädigungen durch Lärm, riesige Schatten und in der Folge wertlose Grundstücke.
Da die Messung externer Kosten und Nutzen jedoch nicht eindeutig möglich ist, kommen andere Studien zu unterschiedlichen Ergebnissen. Moderne Windenergieanlagen besitzen aber zumindest nachweisbar eine kurze energetische Amortisationszeit von nur wenigen Monaten.